Deutsch-Russischer Juristenpreis

Die DRJV verleiht seit 2011 jährlich gemeinsam mit dem Deutsch-Russischen Juristischen Institut (DRJI) und der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer (AHK) den Deutsch-Russischen Juristenpreis. Dieser Preis soll herausragende rechtsvergleichende Arbeiten zwischen Russland und den deutschsprachigen Ländern auszeichnen. In besonderem Maße sollen junge Juristen ermutigt werden, sich mit diesem Thema wissenschaftlich zu befassen. Der Preis wird in zwei Kategorien ausgeschrieben; geehrt werden eine deutschsprachige sowie eine russischsprachige Arbeit.

 

Im Jahr 2011 wurden folgende Preisträger geehrt:

Den Preis für die beste deutschsprachige Arbeit teilten sich zu gleichen Teilen Vladimir Primaczenko für seine Dissertation „Treuhänderische Vermögensverwaltung nach russischem Recht“ an der Universität Kiel und Nikita Malevanny für seine Masterarbeit „Unternehmensübernahmen – Eine rechtsvergleichende Untersuchung des deutschen und russischen Rechts und der EU- Übernahmerichtlinie“ an der Universität Freiburg/Breisgau.

Den Preis für die beste russischsprachige Arbeit erhielt Victor Yurkov für seine Dissertation zum Thema „Примирение с потерпевшим в уголовном праве по делам несовершеннолетних в России и Германии(Täter-Opfer-Ausgleich im Jugendstrafrecht in Russland und Deutschland) an der Sibirischen Föderalen Universität Krasnojarsk.

 

Im Jahr 2012 wurden folgende Preisträger ausgewählt:

Der Preis für die beste deutschsprachige Arbeit wurde Jürgen Telke für seine Dissertation „Russisches Konzernrecht“ an der Universität Kiel zugesprochen.

Den Preis für die beste russischsprachige Arbeit erhielten zu gleichen Teilen Frau Irina A. Jemelkina aus Saransk für ihre Monographie zum Thema: „Cистема ограниченных вещных прав на земельный участок“ (Das System der begrenzten dinglichen Rechte an Grundstücken) sowie Frau Elena V. Čerkasova von der Lomonossow-Universität Moskau für ihre Studienarbeit „Поссессорная защита“ (Possessorischer Schutz).

 

Im Jahr 2013 gab es folgende Preisträger:

Der Preis für die beste deutschsprachige Arbeit ging zu gleichen Teilen an Dr. Valeria Schöttle für ihre Dissertation „Der Allgemeine Teil des Rechts des geistigen Eigentums im Zivilgesetzbuch der Russischen Föderation“ an der Universität des Saarlandes und Dr. Elena Timofeeva für ihre Dissertation „Unbundling in der russischen Elektrizitätswirtschaft im Vergleich zum deutschen und europäischen Energierecht“ an der FU Berlin.

Den Preis für die beste russischsprachigen Arbeit erhielt Frau Anna F. Vasiljeva von der Universität Krasnojarsk für ihre Arbeit: „Сервисное Государство: административно-правовое исследование оказания публичных услуг в Германии и России“ (Dienstleistungsstaat: die verwaltungsrechtliche Behandlung der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen in Deutschland und Russland).

Ein Sonderpreis wurde Prof. Lachno und Prof. Säcker für das Handbuch „Энергетическое Право России и Германии“ verliehen.

 

Im Jahr 2014 wurden folgende Preisträger ausgewählt:

Der Preis für die beste deutschsprachige Arbeit geht zu gleichen Teilen an Frau Dr. Swetlana Paramonova für ihre Dissertation "Strafrechtliche Jurisdiktion in Cybersprache: Rechtslage in Deutschland, Russland und den USA" an der Universität Passau und Frau Olga Prokopyeva für ihre Magisterarbeit "Vergleichende Untersuchung der hoheitlichen Befugnisse zur Gefahrenabwehr bei öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel anhand der Versammlungsgesetze Deutschland und Russlands" an der Universität Potsdam.

Auch der Preis für die beste russischsprachige Arbeit wurde geteilt. Er geht zu gleichen Teilen an Frau Karina A. Ponomareva von der Universität Omsk für ihre Arbeit "Budgetrechtliche Haftung in der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland (rechtsvergleichende Untersuchung)" und an Frau Marina W. Smirnova für ihre Studienarbeit zum Thema "Begriff und Arten der Nichtigkeit von Verträgen nach der Gesetzgebung Russlands und Deutschland" an der Russischen Rechtsakademie des Justizministeriums der RF in Moskau.

 

2015 gab es folgende Preisträger:

Den Preis für die beste deutschsprachige studentische Arbeit bekam Frau Ekaterina Sokur für ihre Masterarbeit „Privatsphärenschutz vs. Pressefreiheit: Eine rechtvergleichende Untersuchung zum deutschen und russischen Recht im Lichte der EMRK“ an der Universität Göttingen.

Der Preis für die beste deutschsprachige wissenschaftliche Arbeit ging an Frau Dr. Julia Gerzen für ihre Dissertation „Das Recht der Gesellschafterfremdfinanzierung“ an der FU Berlin.

Prof. Dr. Bernd Wieser von der Universität Graz erhielt für das „Handbuch der Russischen Verfassung“ einen Sonderpreis.

Preisträger für die beste russischsprachige studentische Arbeit war Herr Dmitry Gudkov für seine Arbeit „Проблема квалификации отношений сторон до разрешения отлагательного условия“ an der MGU in Moskau.

Und den Preis für die beste russischsprachige wissenschaftliche Arbeit erhielt Frau Prof. Dr. Elena Gricenko von der Universität St. Petersburg für zwei Arbeiten zum Kommunalrecht („В поисках утраченных идеалов: российская муниципальная реформа и опыт Германии“ und „Конституционно-правовые основы передачи государственных и муниципальных задач частным субъектам в российском праве“).

 

2016 wurden folgende Preisträger ausgewählt:

Den Preis für die beste deutschsprachige studentische Arbeit erhielt Frau Carolin Becker für ihre Masterarbeit „Eine rechtsvergleichende Darstellung der NGO-Gesetze Deutschlands, Russlands und der USA“ an der Hochschule Wismar.

Der Preis für die beste deutschsprachige wissenschaftliche Arbeit wurde geteilt und ging je zur Hälfte an Frau Dr. Anke Allenhöfer für ihre Dissertation „Gesellschaftervereinbarungen bei Kapitalgesellschaften: eine rechtsvergleichende Untersuchung im deutschen und russischen Recht“ an der Universität Regensburg und an Frau Dr. Anne-Kathrin Rühr für ihre Dissertation „Instrumente des individuellen Grundrechtsschutzes in der Russischen Föderation an der Universität Greifswald.

Preisträgerin für die beste russischsprachige studentische Arbeit war Frau Daria Grišina für ihre Arbeit „Контроль за законностью ненормативных правовых актов публичного управления в России и Германии“ an der Staatsuniversität Krasnojarsk.

Der Preis für die beste russischsprachige wissenschaftliche Arbeit wurde schließlich Frau Nina Symaniuk für ihre Dissertation zum Thema „Сравнительное конституционноправовое исследование порядка распределения компетенции в федеративных системах России и Германии“ an der Universität Jekaterinburg zugesprochen.

 

2017 werden folgende Preisträger geehrt:

Der Preis für die beste deutschsprachige studentische Arbeit ging in diesem Jahr an Frau Marina Falileeva aus Moskau für ihre Masterarbeit „Geschäftsleiterhaftung in der GmbH nach deutschem und russischem Recht: Rechtsvergleich“ im Rahmen des LL.M.-Programms der FU Berlin und der MGIMO.


Der Preis für die beste russischsprachige studentische Arbeit wurde Frau Darja Savranskaja aus Moskau für ihre Masterarbeit „Кабальные Сделки“ am Forschungszentrum für Privatrecht beim Präsidenten der RF zugsprochen.


Der Preis für die beste deutschsprachige wissenschaftliche Arbeit wurde geteilt und ging an Frau Dr. Liudmila Keul für die Dissertation „Russisches Bereicherungsrecht: Systematische Darstellung und ausgewählte Probleme“ an der Universität Kiel und Frau Dr. Frommann (geb. Zaykova) für ihre Dissertation „Der rechtliche Rahmen für den bergbaulichen Zugang zu den Erdöl- und Erdgaslagerstätten in der Russischen Föderation im Vergleich zum deutschen Bergrecht“ an der FU Berlin.


Die Dissertation von Frau Carolin Laue „Гражданско-правовая ответственность банков в расчетных правоотношениях по законодательству Германии и Российской Федерации (сравнительно-правовой аспект)“ an der Moskauer staatlichen juristischen Universität (МГЮА) erhielt den Preis für die beste russischsprachige wissenschaftliche Arbeit.


Außerdem hat die Jury zwei Sonderpreise verliehen. Frau Tanja Galander erhält einen Sonderpreis für das Werk „Russisches Wirtschaftsrecht. Leitfaden für die Unternehmenstätigkeit“. Herrn Kamil Arslanov aus Kazan wurde für seine insgesamt 12 Aufsätze zum deutsch-russischen Recht aus den Jahren 2015 bis 2017 ein Sonderpreis verliehen.


2018 wird der Deutsch-Russische Juristenpreis zum achten Mal ausgeschrieben. Die Einreichungsfrist endet am 31.03.2018. Details zur diesjährigen Ausschreibung finden Sie in Kürze auf dieser Seite.