Deutsch-Russischer Juristenpreis

Die DRJV verleiht seit 2011 jährlich den Deutsch-Russischen Juristenpreis. Mitorganisatoren sind der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft, die Deutsch-Russische Außenhandelskammer, das Zentrum für osteuropäisches Recht Graz, das Ostinstitut Wismar und das Wiesbaden Institute for Law and Economics. Ein Dank geht an die Sponsoren und die Jury, ohne deren Unterstützung die Ausschreibung nicht möglich wäre.

Mit dem Preis werden herausragende rechtsvergleichende Arbeiten zwischen Russland und den deutschsprachigen Ländern ausgezeichnet. In besonderem Maße sollen junge Juristen ermutigt werden, sich mit diesem Thema wissenschaftlich zu befassen. Der Preis wird in vier Kategorien ausgeschrieben; geehrt werden eine studentische und eine wissenschaftliche Arbeit, jeweils in deutscher und russischer Sprache.

2020 wird der Deutsch-Russische Juristenpreis bereits zum zehnten Mal ausgeschrieben. Die Einreichungsfrist endet am 31.03.2020. Details zur Ausschreibung finden Sie in Kürze auf dieser Seite.

 

2019 geht der Preis für die beste deutschsprachige studentische Arbeit an Herrn Klaus Rudolf Moder für seine Diplomarbeit zum Thema „Die Rechtsstellung des Präsidenten der Russländischen Föderation und des Bundespräsidenten Österreichs im Rechtsvergleich“ an der Universität Graz.

Den Preis für die beste studentische Arbeit erhält Frau Viktoria A. Beresjuk aus St. Petersburg für ihre Arbeit „Налогообложение контролируемых иностранных компаний по законодательству Германии и России: сравнительно-правовой аспект.

Den Preis für die beste deutschsprachige wissenschaftliche Arbeit erhält Frau Maria Bozhenova für ihre Dissertation „Die Unternehmensbestattung - strafrechtliche Probleme in Deutschland und Russland“ an der Universität Passau.

Der Preis für die beste russischsprachige wissenschaftliche Arbeit geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Frau Marina V. Smirnowa für ihre Dissertation „Сравнительно-правовой анализ ничтожности сделки по праву России и Германии“ an der Allrussischen staatlichen Universität der Justiz Moskau und an Herrn Kirill V. Nam aus Moskau für seine Monographie „Принцип добросовестности: Развитие, система, проблемы теории и практики“.

Einen Sonderpreis hat die Jury Herrn Tichon P. Podschivalov für seine Monographie zum Thema: „Негаторный иск: Проблемы теории и практики (Negatorische Klage: Probleme der Theorie und der Praxis)“ zuerkannt.

 

2018 ging der Preis für die beste deutschsprachige studentische Arbeit an Frau Alena Makarova für ihre Masterarbeit „Die Gründung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung im deutschen Recht. Vergleich mit dem russischen Recht mit Schwerpunkt auf dem elektronischen Verfahren“ an der Universität Hamburg.

Auf russischer Seite wurde der Preis für die beste studentische Arbeit geteilt. Er ging zu gleichen Teilen an Frau Polina Medvedeva aus Moskau für die Arbeit „Сравнительно-правовой анализ институтов доверительного управления имуществом по праву Германии и России“ und an Frau Anna Bykovskaja von der Universität Krasnojarsk für die Arbeit „Рассмотрение дел в порядке упрощенного производства как тенденция развития уголовного процесса в странах континентальной системы“.

Den Preis für die beste deutschsprachige wissenschaftliche Arbeit bekam Frau Julia Haak für ihre Dissertation „Die Wirkung und Umsetzung von Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte: Ein Rechtsvergleich zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation“ an der Universität Passau.

Für die Dissertation „Правовое регулирование отношений в сфере рекламы, содержащей сравнение рекламируемого товара с товарами конкурентов, в РФ и ФРГ“ an der Universität der Völkerfreundschaft Moskau erhielt Frau Irina Ermakova den Preis für die beste russischsprachige wissenschaftliche Arbeit.

Außerdem verlieh die Jury Frau Eugenia Kurzynsky-Singer einen Sonderpreis für ihre Habilitation „Transformation der russischen Eigentumsordnung. Eine vergleichende Analyse aus der Sicht des deutschen Rechts“ zuerkannt.

 

2017 erhielt Frau Marina Falileeva aus Moskau den Preis für die beste deutschsprachige studentische Arbeit für ihre Masterarbeit „Geschäftsleiterhaftung in der GmbH nach deutschem und russischem Recht: Rechtsvergleich“ im Rahmen des LL.M.-Programms der FU Berlin und der MGIMO.

Der Preis für die beste russischsprachige studentische Arbeit wurde Frau Darja Savranskaja aus Moskau für ihre Masterarbeit „Кабальные Сделки“ am Forschungszentrum für Privatrecht beim Präsidenten der RF zugesprochen.

Der Preis für die beste deutschsprachige wissenschaftliche Arbeit wurde geteilt und ging an Frau Dr. Liudmila Keul für die Dissertation „Russisches Bereicherungsrecht: Systematische Darstellung und ausgewählte Probleme“ an der Universität Kiel und Frau Dr. Frommann (geb. Zaykova) für ihre Dissertation „Der rechtliche Rahmen für den bergbaulichen Zugang zu den Erdöl- und Erdgaslagerstätten in der Russischen Föderation im Vergleich zum deutschen Bergrecht“ an der FU Berlin.

Die Dissertation von Frau Carolin Laue „Гражданско-правовая ответственность банков в расчетных правоотношениях по законодательству Германии и Российской Федерации (сравнительно-правовой аспект)“ an der Moskauer staatlichen juristischen Universität (МГЮА) erhielt den Preis für die beste russischsprachige wissenschaftliche Arbeit.

Außerdem hat die Jury zwei Sonderpreise verliehen. Frau Tanja Galander erhielt einen Sonderpreis für das Werk „Russisches Wirtschaftsrecht. Leitfaden für die Unternehmenstätigkeit“. Herrn Kamil Arslanov aus Kazan wurde für seine insgesamt 12 Aufsätze zum deutsch-russischen Recht aus den Jahren 2015 bis 2017 ein Sonderpreis zugesprochen.

 

2016 erhielt Frau Carolin Becker den Preis für die beste deutschsprachige studentische Arbeit für ihre Masterarbeit „Eine rechtsvergleichende Darstellung der NGO-Gesetze Deutschlands, Russlands und der USA“ an der Hochschule Wismar.

Der Preis für die beste deutschsprachige wissenschaftliche Arbeit wurde geteilt und ging je zur Hälfte an Frau Dr. Anke Allenhöfer für ihre Dissertation „Gesellschaftervereinbarungen bei Kapitalgesellschaften: eine rechtsvergleichende Untersuchung im deutschen und russischen Recht“ an der Universität Regensburg und an Frau Dr. Anne-Kathrin Rühr für ihre Dissertation „Instrumente des individuellen Grundrechtsschutzes in der Russischen Föderation an der Universität Greifswald.

Preisträgerin für die beste russischsprachige studentische Arbeit war Frau Daria Grišina für ihre Arbeit „Контроль зазаконностью ненормативных правовых актов публичного управления в России и Германии“ an der Staatsuniversität Krasnojarsk.

Der Preis für die beste russischsprachige wissenschaftliche Arbeit wurde Frau Nina Symaniuk für ihre Dissertation zum Thema „Сравнительное конституционно – правовое исследование порядка распределения компетенции в федеративных системах России и Германии“ an der Universität Jekaterinburg zugesprochen.

 

2015 bekam den Preis für die beste deutschsprachige studentische Arbeit Frau Ekaterina Sokur für ihre Masterarbeit „Privatsphärenschutz vs. Pressefreiheit: Eine rechtvergleichende Untersuchung zum deutschen und russischen Recht im Lichte der EMRK“ an der Universität Göttingen.

Der Preis für die beste deutschsprachige wissenschaftliche Arbeit ging an Frau Dr. Julia Gerzen für ihre Dissertation „Das Recht der Gesellschafterfremdfinanzierung“ an der FU Berlin.

Preisträger für die beste russischsprachige studentische Arbeit war Herr Dmitry Gudkov für seine Arbeit „Проблемаквалификацииотношенийсторондоразрешенияотлагательногоусловия“ an der MGU in Moskau.

Den Preis für die beste russischsprachige wissenschaftliche Arbeit erhielt Frau Prof. Dr. Elena Gricenko von der Universität St. Petersburg für zwei Arbeiten zum Kommunalrecht („В поисках утраченных идеалов: российская муниципальная реформа и опыт Германии“ und „Конституционно-правовые основы передачи государственных и муниципальных задач частным субъектам в российском праве“).

Prof. Dr. Bernd Wieser von der Universität Graz erhielt für das „Handbuch der Russischen Verfassung“ einen Sonderpreis.

 

Im Jahr 2014 ging der Preis für die beste deutschsprachige Arbeit zu gleichen Teilen an Frau Dr. Swetlana Paramonova für ihre Dissertation "Strafrechtliche Jurisdiktion in Cybersprache: Rechtslage in Deutschland, Russland und den USA" an der Universität Passau und Frau Olga Prokopyeva für ihre Magisterarbeit "Vergleichende Untersuchung der hoheitlichen Befugnisse zur Gefahrenabwehr bei öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel anhand der Versammlungsgesetze Deutschland und Russlands" an der Universität Potsdam.

Auch der Preis für die beste russischsprachige Arbeit wurde geteilt. Er ging zu gleichen Teilen an Frau Karina A. Ponomareva von der Universität Omsk für ihre Arbeit "Budgetrechtliche Haftung in der Russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland (rechtsvergleichende Untersuchung)" und an Frau Marina W. Smirnova für ihre Studienarbeit zum Thema "Begriff und Arten der Nichtigkeit von Verträgen nach der Gesetzgebung Russlands und Deutschland" an der Russischen Rechtsakademie des Justizministeriums der RF in Moskau.

 

Im Jahr 2013 ging der Preis für die beste deutschsprachige Arbeit zu gleichen Teilen an Dr. Valeria Schöttle für ihre Dissertation „Der Allgemeine Teil des Rechts des geistigen Eigentums im Zivilgesetzbuch der Russischen Föderation“ an der Universität des Saarlandes und Dr. Elena Timofeeva für ihre Dissertation „Unbundling in der russischen Elektrizitätswirtschaft im Vergleich zum deutschen und europäischen Energierecht“ an der FU Berlin.

Den Preis für die beste russischsprachigen Arbeit erhielt Frau Anna F. Vasiljeva von der Universität Krasnojarsk für ihre Arbeit: „Сервисное Государство: административно-правовое исследование оказания публичных услуг в Германии и России“.

Ein Sonderpreis wurde Prof. Lachno und Prof. Säcker für das Handbuch „Энергетическое Право России и Германии“ verliehen.

 


Im Jahr 2012 wurde der Preis für die beste deutschsprachige Arbeit Jürgen Telke für seine Dissertation „Russisches Konzernrecht“ an der Universität Kiel zugesprochen.

Den Preis für die beste russischsprachige Arbeit erhielten zu gleichen Teilen Frau Irina A. Jemelkina aus Saransk für ihre Monographie zum Thema: „Cистема ограниченных вещных прав на земельный участок“ und Frau Elena V. Čerkasova von der Lomonossow-Universität Moskau für ihre Studienarbeit „Поссессорная защита“.

 

Im Jahr 2011 teilten sich den Preis für die beste deutschsprachige Arbeit Vladimir Primaczenko für seine Dissertation „Treuhänderische Vermögensverwaltung nach russischem Recht“ an der Universität Kiel und Nikita Malevanny für seine Masterarbeit „Unternehmensübernahmen – Eine rechtsvergleichende Untersuchung des deutschen und russischen Rechts und der EU- Übernahmerichtlinie“ an der Universität Freiburg/Breisgau.

Den Preis für die beste russischsprachige Arbeit erhielt Victor Yurkov für seine Dissertation zum Thema „Примирение с потерпевшим в уголовном праве по делам несовершеннолетних в России и Германииan der Sibirischen Föderalen Universität Krasnojarsk.